28. Juli 2010
- Vertrag zur Übernahme von Cinterion durch Gemalto, einem französischen Unternehmen im Bereich digitaler Sicherheits-Systeme, vollzogen
- EQT Expansion Capital schützte das operative Geschäft von Cinterion vor negativen Auswirkungen der Insolvenz auf Ebene der Cinterion Holding und sicherte durch eigenes Übernahmeangebot den Erhalt der operativen Leistungsfähigkeit gegenüber Kunden und Lieferanten ab
Vier Monate nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens über die Cinterion Wireless Modules Holding GmbH, München, ist der Verkauf des operativen Geschäfts (tätig im Bereich drahtlose „machine-to-machine“ Kommunikation) der Cinterion Wireless Modules GmbH ("Cinterion") an das französische Unternehmen Gemalto perfekt. Mit der Zustimmung der deutschen Kartellbehörden ist die letzte behördliche Hürde genommen. Zuvor hatten bereits die Kreditgeber, darunter EQT Expansion Capital II („EQT Expansion Capital“) als größter Gläubiger, dem Verkauf im Rahmen des Insolvenzverfahrens zugestimmt.
„Cinterion geriet in Folge der globalen Wirtschaftskrise in finanzielle Schwierigkeiten. EQT Expansion Capital hat von Beginn dieser Entwicklung darauf hingewirkt, dass Cinterion eine gesicherte Zukunft erhält und das Unternehmen dementsprechend nach Kräften unterstützt. Das starke operative Geschäft sowie die exzellente Führungsmannschaft waren dabei sehr hilfreich.“ sagte Michael Föcking, Senior Partner bei EQT Partners, dem Beratungsunternehmen von EQT Expansion Capital.
Cinterion war Anfang 2008 von der Muttergesellschaft Siemens abgespalten worden. Damals stellte EQT Expansion Capital die Finanzierung für den Buyout mittels Mezzanine Kapital zur Verfügung. EQT Expansion Capital engagierte sich abweichend zu seinem üblichen Investitionsfokus – eigenkapitalähnliche Wachstumsfinanzierungen für mittelständische Unternehmen – bei Cinterion als reiner Kreditgeber. Als die Muttergesellschaft Cinterions, die Cinterion Holding, Mitte des Jahres 2009 in finanzielle Schwierigkeiten geriet, versuchte EQT Expansion Capital durch Verhandlungen mit allen Beteiligten eine für das operative Unternehmen nachhaltige Lösung zu schaffen. „Obwohl die finanzielle Situation damals schwierig war, hat EQT Expansion Capital nie daran gezweifelt, dass Cinterion ein marktführendes, starkes Unternehmen mit großem Potential ist. So hat das Unternehmen im Jahr 2009 ein positives operatives Ergebnis erzielt, verfügt über einen komfortablen Kassenbestand und liegt für das Jahr 2010 auf Plan.“, sagte Michael Föcking.
Nachdem die Cinterion Holding im März 2010 dennoch Insolvenz angemeldet hatte, schützte EQT Expansion Capital das operative Geschäft vor negativen Auswirkungen aufgrund der Insolvenz auf Ebene der Cinterion Holding. EQT Expansion Capital legte dem Insolvenzverwalter ein eigenes Übernahmeangebot für das operative Unternehmen vor und sicherte damit während dieser schwierigen Phase den Erhalt der Leistungsfähigkeit gegenüber Kunden und Lieferanten ab. Außerdem signalisierte EQT Expansion Capital damit auch das in die Mitarbeiter von Cinterion und in die Führungsmannschaft gesetzte Vertrauen. Das Übernahmeangebot sah die Neustrukturierung der Bilanz inklusive einer erheblichen Reduzierung der Gesamtschulden vor. Der Insolvenzverwalter Dr. Michael Jaffé erhielt schließlich in einem effizient und ergebnisorientiert durchgeführten Auktionsprozess Gebote zweier industrieller Bieter, von denen sich das von Gemalto als das bessere Gesamtpaket auch mit positiven Zukunftsaussichten für Mitarbeiter und Kunden herausstellte. Gemalto bezahlte nach eigenen Angaben für Cinterion € 163 Mio., was mehr als dem Jahresumsatz in 2009 von € 145 Mio. entspricht.
„Die abgeschlossene Transaktion ist ein sehr gutes Gesamtergebnis und positiv für das Unternehmen und seine Mitarbeiter,“ sagte Michael Föcking.
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Die EQT Fonds investieren in Unternehmen, bei denen EQT als Katalysator positive Veränderungen und Wachstum bewirken und die Unternehmen zusammen mit dem Management durch tatsächliche und nachhaltige Verbesserungen zu globalen oder regionalen Marktführern entwickeln kann.
EQT hat ein Fondskapital von rund 13 Mrd. EUR in 12 Fonds zusammengetragen und davon Investitionen in der Größenordnung von 8,5 Mrd. EUR in über 75 Unternehmen getätigt. Unternehmen in EQT-Besitz beschäftigen insgesamt über 500.000 Angestellte.
Seit der ersten Übernahme durch EQT im Jahr 1995 haben die EQT Portfolio-Unternehmen im Jahresdurchschnitt ihre Umsätze um 12%, ihre Erträge um 18% steigern sowie ihre Belegschaft jährlich um 11% aufstocken können. Mehr als 75% der Wertschöpfung ist Verbesserungen im operativen Bereich und gestiegenen Umsätzen zuzurechnen.
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